Besondere Warnhinweise


Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung bei Tieren

Die Verträglichkeit und Wirksamkeit von Telmisartan wurde nicht bei Katzen im Alter von unter 6 Monaten untersucht.

Bei Katzen, die Semintra® erhalten und narkotisiert werden, sollte im Sinne der guten klinischen Praxis der Blutdruck überwacht werden.

Aufgrund der Wirkungsaktivität des Arzneimittels kann eine vorübergehende Hypotonie (Erniedrigung des Blutdrucks) auftreten. Bei klinischen Anzeichen einer Hypotonie sollte symptomatisch behandelt werden, z. B. Flüssigkeitstherapie.

Wie bekannt, können Substanzen, die auf das Renin-Angiotensin-Aldosteron System (RAAS) wirken, eine leichte Abnahme der Anzahl roter Blutkörperchen bewirken. Die Erythrozytenzahl sollte während derTherapie überwacht werden.


Vorsichtsmaßnahmen für den Anwender 

Bei versehentlicher Einnahme ist unverzüglich ein Arzt zu Rate zu ziehen und die Packungsbeilage oder das Etikett vorzuzeigen.

Vermeiden Sie, dass Semintra® in die Augen gelangt. Bei versehentlichem Kontakt mit den Augen, Augen mit Wasser spülen. Nach der Anwendung Hände waschen.

Schwangere Frauen sollten besonders darauf achten, einen Kontakt mit dem Tierarzneimittel zu vermeiden, da Substanzen, die auf das RAAS wirken, wie Angiotensin-Rezeptorenblocker (ARBs) und ACE Inhibitoren (ACEi) während der Schwangerschaft auf das ungeborene Kind wirken. Personen mit bekannter Überempfindlichkeit gegenüber Telmisartan oder anderen Sartanen/ARBs sollten den Kontakt mit dem Tierarzneimittel vermeiden.


Anwendung während der Trächtigkeit oder Laktation 

Die Verträglichkeit von Semintra® in der Zucht, bei trächtigen oder laktierenden Katzen ist nicht belegt. Nicht während der Trächtigkeit oder Laktation anwenden. Siehe Abschnitt "Gegenanzeigen".

Wechselwirkungen

Bei gleichzeitiger Therapie mit Amlodipin in der empfohlenen Dosis wurden keine klinischen Hinweise auf eine Hypotonie beobachtet.

Überdosierung

Nach Anwendung von bis zum Fünffachen der empfohlenen Dosis über 6 Monate wurden keine anderen als die im Abschnitt "Nebenwirkungen" erwähnten Nebenwirkungen beobachtet.

Eine Überdosierung des Tierarzneimittels (bis zum Fünffachen der empfohlenen Dosis über 6 Monate) führte zu einer deutlichen Senkung des Blutdrucks, zur Abnahme der Anzahl roter Blutkörperchen (diese Effekte sind auf die pharmakologische Aktivität des Tierarzneimittels zurückzuführen) und einem Anstieg des Harnstoff-Stickstoffs im Blut (BUN; Stickstoff enthaltende Ausscheidungsprodukte im Blut). Unter klinischen Bedingungen ist die Beobachtung dieser Effekte unwahrscheinlich.

Für den Fall, dass eine vorübergehende Hypotonie (niedriger Blutdruck) auftritt, wird eine symptomatische Therapie (z.B. Flüssigkeitstherapie) empfohlen.

inkompatibilitäten

Da keine Kompatibilitätsstudien durchgeführt wurden, darf dieses Tierarzneimittel nicht mit anderen Tierarzneimitteln gemischt werden.